Angeln - das schönste Hobby an der Ostsee

Angeln - das schönste Hobby an der Ostsee

Die Ostsee ist einer der beliebtesten Urlaubsorte in Deutschland. Wer einmal mit einem Segelboot über das Wasser geflogen ist, hat sich wahrscheinlich gewünscht, seine Angelrute zur Hand zu haben. Ja, es ist problemlos möglich, in der Ostsee zu angeln - es zählt sogar zu den Gelegenheiten, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Die Möglichkeiten sind vielfältig und reichen vom Fischen im Bodden über das Brandungsangeln und Hochseeangeln bis hin zu geführten Angeltouren.

Diese Genehmigungen braucht man zum Ostsee-Angeln

Ohne eine Angelerlaubnis darf man auch im Urlaub nicht auf Fang gehen. Das Schöne ist, dass man in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein an der Küste und in den Binnengewässern auch ohne eine abgelegte Angelprüfung angeln darf. Man braucht dafür den sogenannten Touristenfischereischein bzw. Urlaubsfischereischein, der für 28 Tage gilt.

In Mecklenburg-Vorpommern kann der Touristen-Fischereischein für 24 Euro erworben werden. In Schleswig-Holstein betragen die Kosten für den Urlaubsfischereischein 10 Euro. In der Gebühr enthalten sind die Abgaben für die Fischerei und die Informationsbroschüre, die über alle rechtlichen Aspekte rund um die Ausübung und den Umgang mit den Fischen aufklärt. Man sollte sich ausreichend Zeit nehmen, diese zu studieren. Zusätzlich muss eine Angelkarte gekauft werden. Diese kann einen Tag, eine Woche oder einen Monat gültig sein und ist in vielen Geschäften und Tourist-Informationen erhältlich.

Ostsee-Angeln mit technischer Unterstützung

Wo es in unbekannten, kleinen Gewässern schon schwierig sein kann, die lohnenswerten Hotspots auszumachen, um mit einer vollen Kiste vom Fang zu kommen, ist es im Binnenmeer Ostsee natürlich eine noch größere Herausforderung. Denn auch hier gilt die Faustregel, dass sich 90% der Fische auf 10% der Fläche aufhalten. Und diese müssen natürlich erst einmal gefunden werden. Zudem haben sich die Fischbestände natürlich in den letzten Jahrzehnten verändert. Die Väter und Großväter der heutigen Angler hatten es wesentlich leichter, einen guten Fang zu machen. Je weniger Fische es gibt, umso schwieriger sind diese natürlich zu finden. Viele passionierte Angler setzen daher auf moderne Technik wie das Echolot. Einfach gesagt schickt das Echolot ein Signal durch das Wasser, das durch feste Körper zurückgeschickt wird. Auf einem kleinen Bildschirm zeigen sich dann nicht nur die Strukturen unter Wasser, sondern auch Fische, die so viel leichter entdeckt werden können. Echolote kommen meist beim Angeln vom Boot aus zum Einsatz. Zu den beliebtesten Geräten zählen die Humminbird Echolote, die es z. B. bei den Echolotprofis zu entdecken gibt. Sowohl kleinen als auch großen Fischen kann man so deutlich erfolgreicher nachstellen. Übrigens macht das Gerät selbst keinen Fang, das ist natürlich Sache des Anglers. Und entsprechende Kenntnis und Erfahrung braucht es auch, um die Signale der Echolote interpretieren zu können.

Schützenswerter Artenreichtum in der Ostsee

Die Ostsee ist ein Brackwassermeer mit geringem Salzgehalt und einer eher niedrigen Temperatur, was sich positiv auf den Artenreichtum auswirkt. Es können Hornfisch, Dorsch, Hering, Lachs und Meerforelle geangelt werden. Natürlich müssen die Mindestmaße der Fische, die Schonbezirke und auch eventuelle Schonzeiten beachtet werden. Die Bestände mancher Fische sind zeitweise in Gefahr, weshalb jährlich neue Fangquoten ausgegeben werden. Die Schonung einer Art sorgt dann dafür, dass sie sich wieder erholen kann.

Der Hering etwa darf in 2019 von den professionellen Fischern nur noch deutlich weniger gefangen werden. Der Dorsch hingegen hat sich erholt, hier stiegen die Fangmengen um 70 Prozent. Auch die Sprotte darf wieder vermehrt geangelt werden. Natürlich gibt es auch für private Angler bestimmte Begrenzungen, die Baglimit genannt werden. In der westlichen Ostsee soll das Limit für Dorsch von fünf auf sieben am Tag angehoben werden. Die Schonzeit entfällt komplett, sodass diese Regelung das ganze Jahr über gilt.

Video: Angeln auf Plattfisch - Scholle an der Ostsee | Tipps von Tim Jaschke

So kann man in der Ostsee angeln

Geangelt wird zum Beispiel gern von den Seebrücken der Ostseebäder. Sie sind teilweise mehrere Hundert Meter lang und erlauben einen guten Fang, denn unter ihnen geht es bis zu neun Meter in die Tiefe. Auf den Seebrücken darf erst abends geangelt werden, meist ab 21 oder 22 Uhr.

Angeln im Bodden verspricht viel Abwechslung, denn hier kommen sowohl Süßwasser- als auch Meeresfische vor. Das liegt daran, dass der Brackwassereinfluss recht hoch ist und sich Süß- und Salzwasser mischen. Hier gibt es Hecht, Barsch, Aal, Hering, Lachs, Hornfisch, Forelle und Plattfisch, die geangelt werden können.

Brandungsangeln, Angelguiding und Hochseeangeln auf einem Kutter zählen zu den beliebtesten Methoden.

Beim Angelguiding kommt jeder Angler auf seine Kosten. Die Touren finden mit maximal fünf Personen statt. Hier finden sowohl das Spinnfischen als auch Trollingtouren statt. Dabei handelt es sich um eine Form des Schleppangelns, bei der verschiedene Köder hinter dem Boot hergezogen werden. So lassen sich ganz verschiedene Fische und auch große Exemplare wie Lachse oder Meerforellen fangen. Ebenfalls beliebt sind die Wracktouren. An den Wracks entstehen mit den Jahren richtige Biotope. Dort gibt es Muscheln, Krabben und natürlich viele Fische. Es können dabei sehr große Dorsche gefangen werden. Das Brandungsangeln ist für erfahrene Angler geeignet und verspricht im Winter, Frühling oder Herbst die besten Ergebnisse. Da die Sandbänke parallel zum Strand verlaufen, müssen die Köder in den tieferen Stellen zwischen ihnen ausgelegt werden.

Insgesamt lässt sich sagen, dass das Angeln an, auf und in der Ostsee für passionierte Angler eine unglaubliche Erfahrung ist, die man einmal gemacht haben sollte. Das Meer ist hier eben doch etwas ganz anderes als an einem Fluss oder auf einem kleinen See zu angeln. Die ursprünglichen Kräfte der Natur und der Artenreichtum prägen dieses einmalige Erlebnis und machen es zu etwas ganz Besonderem.

 

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