Ostsee-Urlaub planen – so macht die Ferienzeit Spaß

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Die Ostsee ist ein wunderbares Reiseziel. Sie ist für einen Großteil der Bürger relativ gut zu erreichen, sie bietet Wasser, Strand, Natur und etliche Attraktivitäten. Allgemein steigt die Beliebtheit der Ostsee bei den Urlaubern immer weiter an.

Fuhren im Jahr 2015 noch rund 5,9 Millionen Menschen dorthin in den Urlaub, so stieg die Zahl bis 2019 kontinuierlich auf 7,14 Millionen Gäste. Doch so beliebt und abwechslungsreich die Ostsee auch ist, so sollten sich Reisende vorab überlegen, welche Art von Urlaub sie sich wünschen. Auch ein innerdeutscher Urlaub will geplant sein und wer im Urlaub noch eine Stippvisite zu den mit der Ostsee verbundenen Ländern machen möchte, der sollte sich vorbereiten. Dieser Artikel gibt einige Tipps.

Strandurlaub oder Sightseeing?

Grundsätzlich schließt das eine das andere natürlich nicht aus. Allgemein gilt bei Urlauben in der Heimat, dass ein Plan B sinnvoll ist, denn auch im Hochsommer kann das Wetter den Strandurlaub vermiesen. Gut ist, dass entlang der Ostsee – ähnlich wie an der Nordsee – die Strände im Gebiet eines Kurbads liegen. Das bedeutet:

  • Strandurlaub möglich – die Strände sind vielerorts ein Highlight. Wer beispielsweise in Warnemünde urlaubt und sich abseits des Trubels bewegen möchte, der braucht nur entlang der Promenade oder am Strand weiter zu laufen, um relativ ungestört zu sein. Die Strandabschnitte parallel zur Promenade und somit dicht an Verpflegungsmöglichkeiten sind voller. Dies ist in fast allen Strandbädern so.
  • Unterhaltung Vorort – da die Strandbäder keine dezentralen Ortschaften sind und allgemein ein breites Unterhaltungsprogramm bieten, brauchen Urlauber überhaupt nicht zwischen Strand, Kultur und Unterhaltung unterscheiden. Selbst die benachbarten Großstädte sind gut erreichbar.
  • Sightseeing – das gehört durchaus mit zum Urlaub dazu. Dafür ist es nicht unbedingt notwendig, das Strandbad zu verlassen, denn auch dort gibt es allerhand zu sehen. Wer aber beispielsweise Naturschutzgebiete, Wahrzeichen in Rostock oder Schwerin oder auch die Kreidefelsen auf Rügen betrachten will, der muss ein wenig außerhalb fahren.

Eine andere Überlegung ist immer, ob sich der Urlaub rein auf Deutschland beschränken soll. Von den Ostseebädern in Kiel und Warnemünde aus fahren beispielsweise täglich mehrere Ferien nach Schweden oder Dänemark. Ein Tagesausflug lohnt sich durchaus.

Video: Urlaub an der Ostsee: Sommer in Rerik | die nordstory | NDR

Ferienhaus oder Hotel?

Beides ist möglich. Im ostdeutschen Gebiet haben sich Ferienwohnungen und Ferienhäuser längst etabliert und bieten neben den Campingplätzen die private Variante zum Hotel. Welche Unterkunft besser ist, kann von niemandem außer dem Urlauber beantwortet werden:

    Wie viele Personen – die Personenzahl bestimmt manchmal schon über die Unterkunft. Denn jeder kennt das Problem, dass eine Familie mit mehreren Kindern eng gedrängt im Hotel nächtigen muss oder aber, dass die Familie getrennt wird. Ein Ferienhaus löst diese Problematik zuverlässig.
  • Komfort – was ist Komfort? Wer einen Urlaub sogleich mit Wellnessangeboten im Haus verbindet, der ist vermutlich in einem Hotel besser aufgehoben. Wer Komfort jedoch damit verbindet, sich frei entfalten zu können, der dürfte im Ferienhaus glücklicher sein. Hier ist alles an einem Platz, gespeist wird in der Küche und nicht im Speisesaal.
  • Aufwand – Fakt ist, ein Aufenthalt im Ferienhaus ist mit einem gewissen Aufwand verbunden, sofern die Reisenden nicht täglich Essen gehen wollen. Die Verpflegung obliegt dem Urlauber. Zwar bieten einige Ferienhausbesitzer einen gewissen Grundstock an Lebensmitteln an, doch die Zubereitung wird nicht übernommen. In einem Hotel ist das natürlich anders.

Gerade die Strandbäder entlang der Ostsee sind von ihrer Kulisse geprägt. Viele der Häuser in der ersten Reihe sind längst zu privaten Ferienwohnungen und -häusern geworden, während neue Hotels abseits vom Geschehen gebaut werden. Kleinere Pensionsbetriebe und Gasthöfe sind oft ebenfalls in den vorderen Reihen, doch nicht mit direktem Blick zur Promenade oder der See vorhanden. Ein recht gutes Beispiel ist Warnemünde. Entlang der beiden alten Promenaden finden sich urige kleine Ferienappartements, deren Fenster und Balkone direkt auf den Strom zeigen. Die hinteren Reihen bieten weiterhin das Seefeeling, doch ist die Lage so gehalten, dass sich die Unterkunft ähnlich einer echten Wohnung anfühlt. Die Promenade liegt mehrere Gehminuten entfernt. Entlang der neuen Promenade reihen sich hingegen die Hotels mit direktem Meerblick, dafür jedoch mit wenig ursprünglichem Fischerfeeling.

Worauf ist sonst noch zu achten?

Je nachdem, wo es hingeht, kann das Auto ein echtes Problem darstellen. Denn in den Ostseekurbädern sind Parkplätze rar gesät und ausschließlich mit Parkkarte nutzbar. Hier gilt:

  • Bei Ferienhaus – es sollte unbedingt darauf geachtet werden, ob es einen privaten Parkplatz auf dem Grundstück gibt. Alternativ hilft eine zur Wohnung gehörende Parkkarte.
  • Im Hotel – sie bieten im Regelfall Tiefgaragen oder eigenen Parkplätze, die den Reisenden offenstehen. Ist keine Parkmöglichkeit vorhanden, so können Urlauber manchmal auch die Tiefgaragen der Hotels gegen eine Gebühr benutzen. Das sollte vorab jedoch in Erfahrung gebracht werden.

Abseits dieser Punkte müssen Urlauber in Kurbädern die Kurtaxe akzeptieren. Sie wird dauerhaft erhoben und durch den Ferienhausvermieter eingezogen. Um sich vor Ort zu bewegen, lohnt sich meist eine Wochenkarte für die örtlichen Verkehrsmittel. Wer einmal in den engen Ostseebad-Straßen parken konnte, der wird nur ungern das Auto bis zur Abreise bewegen.

Übrigens sollten Urlaubsinteressierte frühzeitig ihren Urlaub planen und buchen. Der Urlaub an der Ostsee ist so beliebt, dass gerade die privaten Ferienunterkünfte und Ferienhäuser oft Monate im Voraus ausgebucht sind.

Fazit - warum nicht zur Ostsee?

Ostseeurlauber haben gegenüber Nordseereisenden einen Vorteil: Sie müssen ihren Kindern nicht erklären, warum das Meer fehlt. In vielen anderen Bereichen unterscheidet sich der Urlaub jedoch nicht, denn Attraktionen, Unterhaltung und Strand liegen eng beieinander. Wichtig ist immer, sich im Vorfeld schon die Unterhaltungsmöglichkeiten der Region herauszusuchen, denn spielt das Wetter einmal nicht mit, so wollen sich Kinder dennoch vergnügen. Ob der Urlaub nun im Hotel oder in einem Ferienhaus stattfindet, kann jeder für sich entscheiden, allerdings sind gerade an den deutschen Küsten die Ferienhäuser und -wohnungen überaus beliebt. Jede Ostseeregion hat ihre eigenen Highlights, weshalb kaum feste Ausflugspunkte genannt werden können. Ein Ausflug zu den Kreidefelsen und den Naturschutzgebieten auf Rügen lohnt sich jedoch immer.